Columbus

Travelblog 

Ein Reisebüro-Tagebuch.

Fröhliche Weihnachten und einen Guten Rutsch  
20.Dezember → Von uns allen

Es war ein bewegtes Jahr. Es war ein bewegendes Jahr.
Es hat weinende Gesichter gesehen. Es hat lachende Gesichter gesehen.
So ist das Leben. So war das Jahr.
Auf ein Neues!



Bigger - Better - Oasis of the Seas

07.Dezember → Von Mario
Da ist sie also nun. Die Oasis of the Seas, das größte Kreuzfahrtschiff der Welt. Sie ist 360 Meter lang, 64 Meter breit und hat 16 Gäste-Decks. Zusammen mit der Besatzung haben fast 8000 Personen auf der „Oasis of the Seas“ Platz. Das entspricht in etwa der Einwohnerzahl Herzogenburgs in Niederösterreich. Das Rekordschiff hat sich die US-Reederei Royal Carribbean International rund 900 Millionen US-Dollar kosten lassen.
Rekorde bricht die „Oasis“ aber nicht wegen ihrer 24 Restaurants, Cafés und Bars, sondern vor allem, weil das Schiff die Inkarnation des amerikanischen Hochseetourismus ist. Wer wissen will, was dies bedeutet, muss nur einen Blick auf das Unterhaltungsangebot werfen: Surfen, Golfen, Joggen, Schlittschuhlaufen – kein Problem. Und ambitionierte Kletterer kraxeln über die Decks hinweg an der Kletterwand hoch. Wer sich dagegen lieber unterhalten lassen will, den setzt die Qual der Wahl unter Stress. Vier Bühnen und Theater stehen zur Auswahl: Comedy, eine Eisshow, das Broadway-Musical "Hairspray" und das Aquatheater (das erste auf einem Kreuzfahrtschiff). Wem jetzt noch ein bisschen Nervenkitzel fehlt, der gleitet mal schnell mit der Seilrutsche „Zip Line“ neun Decks hoch über den sogenannten Boardwalk von einem Ende zum anderen. Zum Schluss erholt er sich im Central Park, der ersten Grünanlage auf einem Dampfer mit echten Pflanzen und Bäumen. Ah ja: Das Fahrtgebiet der Oasis ist die karibische Inselwelt.  

And now live from London: Backpacker beim ...

28.November → Von Mario
Live-Webcams rund um den Globus sind ja eine feine Sache. Aber ob die Welt auf diese Idee gewartet hat? Die Hostel-Kette St. Christopher's Inns bietet in ihrem Village in der Nähe der berühmten London Bridge ein Zimmer an, in dem die Gäste aus aller Welt 24 Stunden lang gefilmt werden. Jeder der sich registriert, kann das Geschehen in dem 14-Personen-Zimmer live im Internet verfolgen.
Es wird wohl nicht fad werden, denn in dem Zimmer sollen laut Hostel-Management immer mindestens 10 Menschen schlafen (oder was auch immer). "Wir haben im Sommer damit begonnen, weil wir dachten, es ist schön, wenn sich die Gäste schon vor ihrem Besuch anschauen können, wie es bei uns zugeht", sagt Hostel-Manager Gerôme Lefèbvre.
Um in das Zimmer einzuchecken, muss man mindestens 21 Jahre alt sein. Außerdem unterschreiben die Gäste, bevor sie einziehen, dass sie mit der 24-Stunden-Überwachung einverstanden sind. "Sie müssen auch versichern, dass sie nichts furchtbar Unanständiges machen", ergänzt Mr. Lefèbvre.
Nach Aussagen einer Mitarbeiterin findet das Zimmer den ganz großen Anklang allerdings (noch?) nicht: "Meistens ist es das letzte Zimmer, das frei ist. Und wenn die Leute dann unbedingt ein Bett brauchen, nehmen sie eben eins darin", sagt sie. Ihnen sei dann schlicht egal, ob sie gefilmt werden oder nicht. Nun denn. Einmal speanzeln gewünscht?
Bitte sehr. Hier entlang.

Albanien - wer hätte das gedacht? 

31.Oktober → Von Ina
Juchuu, ich darf nach Albanien fahren.
Was willst Du im Armenhaus Europas? Ist das überhaupt sicher? Stehst Du auf postkommunistisches Grau in Grau und Bunker? - So oder so ähnlich waren die Reaktion auf meine Ankündigung, das Land der Skipetaren nun persönlich in Augenschein zu nehmen.
Umso größer war meine Überraschung, als ich in Tirana ankam.
Bericht hier weiterlesen.


Neue Regeln für Freigepäck auf Flügen in die/den USA 

18.Oktober → Von Mario
Amerikanische Fluggesellschaften wie Delta Air Lines, American Airlines oder Continental haben als erste begonnen, die Gepäckbeförderung von Economyclass Passagieren in die USA (bisher „two piece-concept“) zu ändern und den Koffertransport zu vergebühren. British Airways folgte mit 7. Oktober dem Beispiel und kassiert seitdem 40 Euro für das zweite Gepäckstück, wobei es unerheblich ist, ob dieser 3, 13 oder 23 Kilo wiegt. Nun schließt sich auch Air France KLM an.
Dieses Körberlgeld hat für Airlines außerdem einen weiteren Vorteil: Die Gebühr muß nicht im Ticketpreis inkludiert werden, was die ab-Preis Werbung „erleichtert“... Für Passagiere hingegen wird alles noch undurchschaubarer. Erneut werden Gebühren im „Kleingedruckten“ versteckt, denn von Airline zu Airline ist die Vorgangsweise unterschiedlich, die Ausnahmen für Vielflieger oder teure Tickets sind zahlreich.
Neue Bestimmung bei Air France KLM:
Ab 1. November 2009 dürfen Passagiere der Economyclass nur noch jeweils einen Koffer (max 23 kg) kostenlos einchecken. Für das zweite Gepäckstück werden - je nach Abflughafen - 50 Euro oder 50 Dollar fällig.
Neue Bestimmung bei United Airlines:
Ab 15. Dezember 2009 kostet der zweite Koffer in der Economy 50 Dollar.

Vermutlich wird es auch nicht mehr lange dauern, dann werden auch Lufthansa und ihre Tochtergesellschaften Swiss und Austrian Airlines folgen und auf den USA-Strecken ihre Gepäckregelungen den neuen Marktgegebenheiten anpassen. Es wird wohl bald die Regel sein, dass für die Mitnahme eines (zweiten) Koffers eine Gebühr eingehoben wird.
Übrigens auf inneramerikanischen Strecken gibt es mit ganz wenigen Ausnahmen keinen kostenlosen Gepäcktransport mehr. Der erste Koffer kostet 20, der zweite 30 Dollar.
Anmerkung 27.11.09: Heute hat auch Lufthansa bekanntgegeben, dass diese Gepäcksregelung ab 01.01.10 (Ticketausstellung) auf von Lufthansa durchgeführten Flügen in die USA, nach Kanada und Mexiko Anwendung  finden wird.


... aber schön ist es doch! 
13.Oktober → Von Mario

oder: Subjektive Anmerkungen nach (m)einem USA Urlaub:
- New York ist anders als der Rest. Im Big Apple sind sie alle busy, hektisch, ständig on the move. Alle rennen sie mit einem Coffe to go in der einen, dem Handy in der anderen Hand durch die Strassen. Anderswo sehen sie das Leben scheinbar viel relaxter. Wobei mich auch in dieser Hinsicht Washington am Meisten überrascht hat. Apropos: Starbucks hat seine Berechtigung (in den USA). Überall sonst ist das Zeugs, das sie Kaffee nennen, tatsächlich ungenießbar.

- Amerikaner müssen arbeiten, bis sie tot umfallen. Zumindest kommt einem das so vor. Egal ob im Restaurant, im Disneyland, an der Autobahnmautstelle oder bei Macy's: Überall arbeiten Menschen, die das Rentenalter längst überschritten haben. Zu Niedrigstlöhnen vermutlich.

- Die USA sind die drittgrößten Baumwollprouzenten der Welt. Dennoch ist jedes zweite T-Shirt in den Läden made in China und kostet $ 4,99. Wie machen die das?

- Im Land of the free wird man ständig und überall darauf hingewiesen, dass man dies und jenes nicht tun darf. Das führt zum Beispiel dazu, dass die Tonbandansage im Washingtoner Open top Hop on Hop off Bus nach jeder Station und nach jeder Sehenswürdigkeit zwischen den Stationen (also gefühlt im Minutentakt) darauf hinweist, dass man während der Fahrt nicht aufstehen darf. Weil: it's the law!

- Zwar ist Autofahren in den USA ist um vieles entspannter als bei uns, doch Autobahnabfahrten auf der linken Seite können einen braven, immer rechts fahrenden Österreicher bei fünf Spuren gehörig ins Schwitzen bringen. Und nirgendwo sonst sieht man entlang der Autobahn so viele zerfetzte Auto- oder LKW-Reifen.

- Amerikanisches Fernsehen (besonders von den großen Networks) ist unerträglich. Ständig Werbung. In einer schlaflosen Nacht "Ghost-Nachricht von Sam" gesehen. Der Film hat 3 Stunden gedauert (und ich konnte nicht und nicht einschlafen).

Ich liebe das Urlaubsland USA.


Sie machen's Einem nicht leicht... 
10.September → Von Mario

... die Amerikaner. An die rigiden Einreisekontrollen haben wir uns gewöhnt. Wir haben auch akzeptiert, dass man sich vorher anmelden muss, wenn man in's "land of the free" einreisen möchte. Wir haben sogar den schlechtesten US-Präsidenten aller Zeiten ausgesessen. Aber jetzt wird's wirklich schwer. Der Republikaner Roy Blunt aus Montana und der Demokrat William Delahunt aus Massachusetts haben den "Travel Promotion Act" ins Leben gerufen, der vor kurzem vom Repräsentantenhaus und vom Senat bewilligt wurde. Damit wurde eine US-Einreiseteuer in Höhe von 10 US-Dollar für Touristen beschlossen. Der Zweck der neuen Gebühr? Dieses Geld soll dazu verwendet werden, Werbung für Urlaub in den USA zu machen. Der Verfasser dieser Zeilen begibt sich selbst nächste Woche auf eine dreiwöchige USA-Reise, aber er zweifelt an der Richtigkeit seiner Entscheidung. An jener der Amerikaner pro Einreiseteuer zweifelt er nicht - die findet er schlicht für falsch. Pro und Kontra auch hier.  


Zum Niederknien!!! 
31.August → Von Michael

Okay Okay – ja ich war in Island! Und es war wie die Überschrift sagt!

Hauptzweck der Reise war The Trail Of Hope – 5 Tage Reiten im Norden Islands: 19 Reiter und 4 Leute von der Farm mit Hunderten Pferden. Täglich wurden 30-50 km zurückgelegt. 3 x täglich wurden die Pferde gewechselt. Ein Teil der Reiter ritt voraus, dann folgte die Herde, den Schluss machten wieder ein paar Reiter, damit die guten Isländer nicht nur grasen. Jetzt wird der geübte Reiter fragen: Warum die Pferde wechseln? Nun ja – weil DIE Isländer die reinen Tölt-Maschinen sind, im Schritt ging’s nur im wirklich schwierigen Gelände.
Über Stock und Stein, mehr Stein, weil es auf Island kaum Holz gibt, durch Bäche und Flüsse, über kilometerlange schwarze Lavastrände und durch Seen ging der Ritt. Ich selber bin ja kein Reiter, aber meine Frau ritt, und so habe ich viele Bilder gemacht mit dem Titel „Frischlackiertes Hutschpferd auf Isländer Pferd“ – jetzt weiss ich, warum es heisst „Alles Glück dieser Erde liegt auf dem Rücken der Pferde“.

Nach dem Reiterabenteuer ging es mit dem SUV rund um Island. Sand- und Schotterstraßen, durch kleine und größere Flüsse, mal mit mehr und mal mit weniger Herzklopfen.
Gewohnt haben wir auf Bauernhöfen, in einfachen Lodges (Feeling fast wie auf einer Hütte des Alpenvereins), in guten Hotels der isländischen Hotelketten Edda und Foss, krönender Abschluss war das Hotel Clinic in der Blauen Lagune.
Island hier in allen Facetten zu beschreiben ist unmöglich. Aber weil ein Bild mehr als tausend Worte sagt, melde mich wieder, sobald ich von meinen 2.400 Bildern die 300 besten rausgesucht habe, was noch ein wenig dauern kann, denn jedes Bild ist das beste und hat eine besondere Geschichte.

Also schaut in ein paar Tagen wieder rein! >>The Rest will follow<<


Íslenska
27.August → Von Michael & Mario

Mario hat's auch gelesen: Reisen nach Island boomen. Ähem! Nur gelesen?
Naja (sagt Mario): Bei uns ist Island heuer zweimal mehr als sonst nachgefragt worden. Aber zweimal mehr sind exakt 200% mehr Nachfrage. Michael hat sich anstecken lassen.
Michael macht also grade Urlaub dort. In Island. Und Michael wird nächste Woche hier über Boom-Island berichten.
 

Von Bregenz nach Wien. Zu Fuß.
16.August → Von Mario

Seit 1. Juli wandert der Journalist Axel N. Halbhuber durch Österreich. 1000 km. Was ihm dabei alles auf- und einfällt kann man in seinem ganz wunderbaren Blog, den ich leider viel zu spät entdeckt habe, nachlesen. axelwandertdurch.austria.info


Liegenreservieren für Fortgeschrittene

09.August → Von Mario
Allmorgendlich kurz nach Sonnenaufgang dasselbe Bild in den Urlaubshotels dieser Welt: Zu Dutzenden streifen Urlauber durch Ihre Hotelanlage um die vermeintlich besten Liegen zu reservieren. Der Anspruch auf eben diese Liegen wird vornehmlich mit einem ausgebreiteten Handtuch gestellt. Man kennt das, ärgert sich maßlos darüber um spätestens ab dem zweiten Urlaubstag mehr oder weniger munter mitzumachen. In Zukunft haben notorische Liegenreservierer allerdings mit Revierproblemen zu kämpfen. Zumindest in neun Hotels aus dem Winterprogramm für die Türkei und Ägypten aus dem Hause Thomas Cook. In eben jenen Hotels ist es nunmehr möglich ein "Komfort-Sorglos-Paket" vorab zu buchen. In diesem Paket ist neben einem early check-in bzw. late check-out auch die Vorreservierung von Liegen "in einem attraktiven Bereich des Hotels" (laut Katalogdeutsch) inkludiert. Dieses Paket kostet rund 3 Euro pro Person und Tag und kann nur wochenweise gebucht werden. Wenn sich dieses Angebot bewährt, ist eine Erweiterung auf andere Urlaubsregionen und mehr Hotels geplant. Wir sind sehr gespannt, wie die jeweiligen Hoteliers dieses Komfortpaket um- und durchsetzen - entweder brechen schwere Zeiten für Liegenreservierer an oder die Suche nach dem Stein der Weisen geht weiter.

 

Von Leberwurstbäumen und Gartenzwergen
24.Juli → Von Mario

Stimmt es, dass Sansibar die Heimat von über 100.000 Gartenzwergen ist? Ist es wahr, dass man in Afrika allerorts über einen Leberwurstbaum stolpern kann? Und kann es sein, dass das Schweizer Kfz-Kennzeichen nur deshalb "CH" ist, weil "S" schon für Schweden vergeben war, und man einfach kurzerhand den 2. und 3. Buchstaben dafür bestimmt hat? Die Antworten auf diese und weitere kuriose und interessante Fragen gibt Jörg Pilawa in seiner Show "Pilawas grosse Weltreise". Nächsten Donnerstag wieder im Ersten (Deutschen Fernsehen, ARD) und jederzeit im Internet. Die Reise dorthin ist kurz und beginnt hier.

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